Zum Bedenken
|
Fein gekleidet geht man nicht in einen Stall.
Da riecht es nach duftendem Heu und nach ...
Aber genau dorthin werden wir gebeten.
Seit rund 2000 Jahren feiern wir den Geburtstag im Stall von Betlehem.
So erzählt es die alte, lieb gewordene Tradition.
Mittlerweile ist der Stall unser Weihnachtskrippen fein renoviert,
so dass wir mit ihm stimmungsvoll das große Fest feiern können
bei »Stille Nacht«, Christbaum und Weihnachtsstollen.
Weihnachten streichelt das härteste Gemüt.
Gott wird nichts dagegen haben.
Menschen mit Gefühl waren ihm schon immer nah.
Trotzdem sollten wir den herben Stallgeruch in der Nase behalten.
Das Bild vom Stall ist ein Bild dafür, was Gott von uns hält:
Nichts und niemand ist zu klein, um von ihm nicht gekannt zu sein.
Ich brauche mich mit allem, was ich bin vor ihm nicht zu schämen.
Gott hält mich aus.
Gott hat eine Idee von mir und will, dass ich mit den Farben,
die er in mir angelegt hat, mein Lebensbild gestalte.
Und Gott hält mich auch dann aus, wenn ich seinem Idealbild nicht entspreche.
Unser Leben besteht wohl darin, seiner Idee ähnlich zu werden,
aber den letzten Pinselstrich wird er selbst vollenden.
Und darin liegt unsere Würde und die aller Menschen.
Und die hat im Stall von Betlehem einen neuen Duft und eine neue Farbe bekommen.
